Gleich vier Medaillen erkämpfte das Monheimer Turn-Quartett

Grandioser Auftritt auf nationalem Parkett
  
Erstmals überzeugten die Nachwuchsturnerinnen des TSV Monheim bei einem bundesweiten Nachwuchsturnier nahe Stuttgart. Beim 14. nationalen Spieth-Cup, einer der populärsten Turnwettkämpfe in Deutschland, überraschten die „Youngster“ mit souveränen Auftritten die Konkurrenz und machten erstmals auch bundesweit auf sich aufmerksam.
 
Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands traten im Altersbereich der 7-10 Jährigen an und kämpften um die begehrten Podestplätze.
 
Trotz großer Anspannung fanden die 7-jährigen Laurena Langer und Marie Dörner schnell in ihren Wettkampf und ließen sich nicht von der großen Konkurrenz beeindrucken.  Alle Geräte turnten sie mit einem starken Ausdruck und demonstrierten absolute Sicherheit. Selbst die Kampfrichter waren von den perfekten Darbietungen der Monheimerinnen begeistert. Beste Wertungen aller Teilnehmer erhielten beide an ihren Spezialgeräten. Laurena an Boden und Barren und Marie an Boden und Balken. Am Ende gab es einen fulminanten Doppelsieg der beiden Trainingskameradinnen. Spieth-Cup Siegerin 2019 wurde mit starken 54.20 Punkten Marie Dörner. Laurena Langer mit 53.30 Punkten wurde überraschend Vizemeisterin vor Melina Buchfink vom Turnzentrum Karlsruhe mit 52,85 Punkten. Im errechneten Teamwettkampf gewann der TSV Monheim mit Unterstützung von Johanna Hutner aus Kempten die Silbermedaille mit nur 0,55 Punkten Abstand zum Siegerteam aus Karlsruhe.
 
Im zweiten Durchgang wurde die Krone der achtjährigen Turnerinnen ausgeturnt. Hier war auch die Leistungsdichte aller 31 Teilnehmer nach Ansicht des Trainers besonders ausgeprägt. In diesem Wettkampf rechnete man dennoch mit einer vorderen Platzierung der Monheimerin Caroline Sens. Über Jahre hinweg gilt sie als eine der stabilsten Turnerinnen. Die Nördlingerin begann mit einer soliden Leistung am Sprung. An ihrem Lieblingsgerät dem Barren turnte sie sicher und fehlerfrei und schob sich damit unter die besten Sechs. Obwohl sie am Balken mit großem Punktabzug beim Handstand bestraft wurde, gelang es ihr bis zum Schluss die Nerven zu behalten. Die Endnote von 13.50 Punkten war zwar nur durchschnittlich, jedoch spürte der Trainer, dass am letzten Gerät Boden noch um jedes Zehntel gekämpft werden musste, um weiter im Rennen zu bleiben. Jeder kleine Wackler wurde im kleinen Einturnen nochmal nachgearbeitet. Mit der besten Bodenübung aller Teilnehmer (14,75 Punkten) beendete Caroline ihren Wettkampf und zog mit der letzten Übung noch an einigen Turnerinnen vorbei. Am Ende war die Freude groß, als sie als Zweitplatzierte das Treppchen besteigen durfte.
 
Im letzten Wettkampfdurchgang erlebte die neunjährige Paulina Meier gleich zu Beginn ein Desaster. Am Sprunggerät verweigerte die Nachwuchsturnerin zweimal ihren Salto vorwärts gestreckt, bekam zurecht Null Punkte und musste somit alle Titelambitionen begraben. Am zweiten Gerät dem Barren machte sie ihren fatalen Wettkampfeinstieg wieder wett und versetzte die Konkurrenz mit einer grandiosen Darbietung ins Staunen. Mit der Tageshöchstwertung von 16.3 Punkten bewies sie postwendend, dass sie sich dennoch zu den stärksten Turnerinnen Deutschlands in ihrem Jahrgang zählen darf. Die weiteren Unsicherheiten am Balken und Boden fielen dann nicht mehr ins Gewicht. Mit ihrem einzigartigen, turnerischen Geschick fiel sie äußerst positiv auf und wird dies spätestens im Juni beim Turntalentschulpokal in Buchholz sowie beim Bärchenpokal in Berlin unter Beweis stellen. Der 29. Platz ist zwar eine große Enttäuschung, bringt aber auch neue Motivation die Schwächen im Trainingsbetrieb abzustellen.